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Interessantes: D-Mark-Bestände in Milliardenhöhe im Umlauf

Blogbeitrag KW13

Am 21. Juni 1948 löste die D-Mark die damalige Reichs- und Rentenmark ab. Über 50 Jahre später – am 01. Januar 2002 – holte sie das gleiche Schicksal ein und sie musste ihre Rolle als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel abtreten. Das war die Geburtsstunde des Euros. Ganz verschwinden lassen wollen die Deutschen die Währung bislang aber nicht.      

Eine kurze Geschichte der D-Mark

Nach dem Krieg zeichnete sich eine klare Entwicklung ab: Deutschland steuerte auf eine enorme Wirtschaftskrise hin. Die Reichsmark existierte zwar in großen Mengen. Doch es gab wenig, dass die Bürger dafür hätten erwerben können. Stattdessen hat sich eine andere „Währung“ etabliert – die Zigarettenwährung. Die Alliierten mussten handeln – und taten es auch. 

Bereits 1946 schmiedeten sie Pläne, trotz der vorherrschenden Besatzungszonen auf eine wirtschaftliche Einheit in Deutschland zu setzen. Am Ende ging dieses Vorhaben nur in Teilen auf, denn die Sowjetunion zerschlug es für die Ostzone. Somit wurde die Deutsche Mark 1948 lediglich in Westdeutschland ausgegeben. Im wiedervereinten Deutschland blieb sie zu Beginn einziges gesetzliches Zahlungsmittel. Bis der Euro auf die Bühne trat. 

„100 Euro, das sind 200 D-Mark!“

Die D-Mark, die die deutsche Bevölkerung stets mit dem Wirtschaftswunder in Verbindung brachte, spielt allerdings weiterhin eine Nebenrolle – zumindest in den Köpfen vieler. Auch 20 Jahre nach der Einführung des Euros ist die Deutsche Mark nicht in Vergessenheit geraten. Ganz im Gegenteil. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Fernsehsender RTL/NTV gaben mehr als die Hälfte der 1.005 Befragten an, dass sie vor allem größere Eurobeträge immer noch in D-Mark-Preise umrechnen. Man kennt das Rechenbeispiel: Der Europreis wird schlicht verdoppelt.

Ein Drittel wünscht sich sogar die alte Währung zurück. Auch weil der Anschein besteht, dass das Leben mit der Einführung des Euros in Deutschland teurer geworden ist. So empfanden es zumindest 69 Prozent der Teilnehmenden.  

Über 50 Millionen D-Mark 2023 umgetauscht

Es verwundert kaum, dass viele Deutsche sich eine Erinnerung bewahrt und die ein oder andere D-Mark aus nostalgischen Gründen aufgehoben haben. Teils sind aber sicherlich auch Scheine und Münzen verloren gegangen, die nach und nach wieder auftauchen und stetig umgetauscht werden. Welche Menge der einstigen nationalen Währung im vergangenen Jahr jedoch ihren Weg zurück zur Bundesbank gefunden hat, erstaunt. 

Gut 53 Millionen D-Mark tauschte die Zentralbank von Januar bis November 2023 gegen 27 Millionen Euro um. Damit ist das vergangene Jahr das zweite in Folge, in dem der Umtauschbetrag stieg. Aktuell noch im Umlauf dürften laut Angaben der Bundesbank 12,2 Milliarden Mark sein und somit wartet ein Umtauschwert von gut 6,24 Milliarden Euro auf seine Auszahlung. Dass diese Münzen und Scheine je den Weg in die Bundesbank finden werden, wird bezweifelt – einerseits wegen der Sammler. Andererseits wurde die D-Mark weltweit als Reservewährung geschätzt. Deshalb vermutet die Bundesbank, dass sich ein Großteil der Bestände heute noch im Ausland befindet.    

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